Keramikpfanne einbrennen: Schritt für Schritt erklärt
Keramikpfanne einbrennen in 6 Schritten: wie du die neue Pfanne vorbereitest, welches Öl sich eignet und welche Fehler der Beschichtung schaden.
Inhalt · 8 Abschnitte
Eine Keramikpfanne einbrennen: Muss das sein, oder ist das nur etwas für Gusseisen? Die ehrliche Antwort liegt dazwischen. Eine Keramikbeschichtung braucht keine dicke Patina wie eine Eisenpfanne. Ein dünner, kurz erhitzter Ölfilm vor dem ersten Braten sorgt aber dafür, dass die Oberfläche von Anfang an gleichmäßig arbeitet und deine ersten Eier, Pfannkuchen oder Fischfilets sich gut lösen.
In dieser Anleitung erfährst du, warum das Einbrennen bei beschichteten Pfannen sinnvoll ist, wie du es in sechs Schritten machst, welches Öl sich eignet und welche typischen Fehler die Beschichtung auf Dauer schwächen.
Kurz gesagt: Wie brennt man eine Keramikpfanne ein?
Pfanne spülen und gut abtrocknen, einen dünnen Film raffiniertes Öl verteilen und bei niedriger bis mittlerer Stufe erhitzen, bis das Öl leicht schliert. Dann abkühlen lassen und das überschüssige Öl mit Küchenpapier auswischen. Fertig, die Pfanne ist bereit für den ersten Einsatz.
Einbrennen bei Keramik: Warum es trotzdem sinnvoll ist
Bei Gusseisen und unbeschichtetem Stahl ist Einbrennen Pflicht. Dort entsteht aus Öl und hoher Hitze eine dunkle Schutzschicht, die das blanke Metall vor Rost schützt und erst für die Antihaftwirkung sorgt. Eine Keramikpfanne bringt ihre Antihaftschicht dagegen schon ab Werk mit.
Trotzdem lohnt sich ein kurzes Einbrennen. Der Grund: Eine neue Pfanne kommt direkt aus Produktion und Verpackung. Ein erster Ölfilm bei sanfter Hitze bereitet die Oberfläche auf das Braten vor, verteilt sich gleichmäßig und zeigt dir gleichzeitig, wie schnell deine Pfanne auf deinem Herd warm wird. Das ist wertvolles Wissen für alles, was danach kommt.
Wichtig ist der Unterschied in der Temperatur. Gusseisen wird beim Einbrennen sehr heiß gemacht, damit das Öl regelrecht verkohlt. Das wäre für eine Keramikbeschichtung der falsche Weg. Bei Keramik gilt: niedrige bis mittlere Hitze, dünner Film, kein Rauch.
Was bei Wabenpfannen anders ist
Die NYORD-Pfannen haben eine Besonderheit: die patentierte RUNE-HYBRID-PROTECTION™. Auf der Bratfläche liegt eine Wabenstruktur aus Edelstahl, dazwischen sitzt eine Keramikbeschichtung, frei von PFOA und PFAS. Die erhabenen Stege schützen die Beschichtung vor direktem Abrieb, deshalb darfst du hier auch mit Metallwender arbeiten.
Beim Einbrennen verteilt sich der Ölfilm in den Waben und auf den Stegen. So reagiert die ganze Fläche einheitlich, wenn du das erste Mal Fett in die Pfanne gibst. Wie die Wabenstruktur im Detail funktioniert, liest du in unserem Ratgeber zur Pfanne mit Wabenstruktur.
Anleitung: Keramikpfanne einbrennen in 6 Schritten
Du brauchst nur Spülmittel, einen weichen Schwamm, ein Geschirrtuch, Küchenpapier und ein hitzestabiles Öl. Plane etwa eine Viertelstunde ein, den größten Teil davon wartest du nur, bis die Pfanne abgekühlt ist.
- Spülen: Entferne alle Etiketten und Folien. Spüle die Pfanne mit warmem Wasser, etwas mildem Spülmittel und einem weichen Schwamm. So verschwinden Staub und Rückstände aus der Verpackung.
- Gründlich abtrocknen: Trockne die Pfanne innen und außen vollständig ab. Restwasser würde beim Erhitzen mit dem Öl spritzen und verhindert, dass sich ein gleichmäßiger Film bildet.
- Dünn einölen: Gib etwa einen Teelöffel raffiniertes Öl in die Pfanne und verteile es mit Küchenpapier über die ganze Bratfläche bis an den Rand. Der Film soll glänzen, aber nicht stehen.
- Sanft erhitzen: Stelle die Pfanne auf niedrige bis mittlere Stufe. Auf Induktion reicht etwa Stufe 3 bis 4 von 9. Warte, bis das Öl leicht schliert, also feine Schlieren zieht und dünnflüssiger wird. Das dauert je nach Herd wenige Minuten. Es darf nicht rauchen.
- Abkühlen lassen: Nimm die Pfanne vom Herd und lass sie auf einer hitzefesten Unterlage langsam abkühlen. Nicht mit kaltem Wasser abschrecken, große Temperatursprünge tun keinem Kochgeschirr gut.
- Auswischen: Wische das überschüssige Öl mit frischem Küchenpapier aus. Ein hauchdünner Rest darf bleiben. Deine Pfanne ist jetzt bereit für den ersten Einsatz.
Danach musst du nicht bei jedem Braten neu einbrennen. Sinnvoll ist eine Wiederholung, wenn du die Pfanne länger nicht benutzt hast oder das Gefühl hast, dass Speisen sich schwerer lösen als am Anfang. Oft hilft dann schon eine gründliche Reinigung plus ein neuer, dünner Ölfilm.
Edelstahl Bratpfanne
★★★★★ 4,9 · über 350 Bewertungen
Wabenstruktur aus Edelstahl mit Keramikbeschichtung frei von PFOA und PFAS: einmal einbrennen, danach sehr gute Antihaftwirkung bei mittlerer Hitze und etwas Fett. Spülmaschinenfest, mit Glasdeckel.
Jetzt ansehenDas richtige Öl: Raffiniert statt nativ
Für das Einbrennen und für das tägliche Braten in der Keramikpfanne eignen sich hitzestabile, raffinierte Öle. Gut funktionieren zum Beispiel raffiniertes Rapsöl, raffiniertes Sonnenblumenöl oder ein neutrales Bratöl.
Native, kaltgepresste Öle sind dagegen keine gute Wahl. Sie vertragen weniger Hitze und können auf der Oberfläche einen klebrigen Film bilden. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass gerade bei Keramikbeschichtungen raffinierte Öle empfohlen werden, weil natives Öl mit der Zeit verharzt. Natives Olivenöl hebst du dir also lieber für Salat und zum Verfeinern am Ende auf.
| Fett | Zum Einbrennen | Warum |
|---|---|---|
| Raffiniertes Rapsöl | sehr gut | neutral im Geschmack, hitzestabil |
| Raffiniertes Sonnenblumenöl | sehr gut | neutral, gut zu verteilen |
| Neutrales Bratöl | sehr gut | speziell für hohe Brattemperaturen gedacht |
| Natives Olivenöl | nicht geeignet | weniger hitzestabil, kann verharzen |
| Butter | nicht geeignet | enthaltenes Milcheiweiß verbrennt schnell |
| Kein Sprühöl | nicht geeignet | hinterlässt einen Film auf der Beschichtung |
Typische Fehler: Was der Beschichtung schadet
Die meisten Probleme mit Keramikpfannen entstehen nicht durch die Beschichtung selbst, sondern durch die Art, wie sie benutzt wird. Diese Fehler solltest du kennen:
- Zu heiß einbrennen: Volle Stufe und Rauch sind das Rezept für Gusseisen, nicht für Keramik. Zu viel Hitze lässt das Öl verbrennen und dunkle, klebrige Stellen zurück.
- Leer auf höchster Stufe vorheizen: Eine leere Pfanne wird auf modernen Herden sehr schnell sehr heiß. Laut Verbraucherzentrale kann eine leere Pfanne auf modernen Herden schon nach wenigen Minuten extreme Temperaturen erreichen. Heize deshalb immer bei mittlerer Stufe vor und gib das Fett früh dazu.
- Zu viel Öl: Eine dicke Ölschicht beim Einbrennen wird nicht besser, sondern klebrig. Ein dünner Film reicht völlig.
- Booster auf Induktion: Induktion heizt extrem schnell. Stelle niedriger ein als gewohnt und gib der Pfanne 1 bis 2 Minuten Zeit.
- Kaltes Wasser in die heiße Pfanne: Lass die Pfanne erst abkühlen, bevor sie ins Spülbecken kommt.
Erster Einsatz: So brätst du nach dem Einbrennen richtig
Nach dem Einbrennen beginnt der eigentliche Alltag. Damit die Antihaftwirkung lange gut bleibt, helfen ein paar einfache Gewohnheiten. Sie gelten für jede beschichtete Pfanne und besonders für Keramik:
- Kurz vorwärmen: Die Pfanne bei mittlerer Hitze kurz warm werden lassen, bevor das Bratgut hineinkommt. In einer kalten Pfanne saugen sich Eiweiße an die Oberfläche, bevor sie stocken können.
- Etwas Fett nehmen: Auch eine beschichtete Pfanne brät mit einem Hauch Fett gleichmäßiger und bräunt schöner.
- In Ruhe anbraten: Fleisch und Fisch erst wenden, wenn sie sich von selbst lösen. Die Kruste ist dann fertig und gibt nach.
- Mittlere Hitze reicht: Gute Wärmeleitung sorgt dafür, dass du selten mehr als mittlere Stufe brauchst. Mehr Hitze bringt meist nur Rauch, keine bessere Kruste.
Mehr Tipps zum Braten von Fleisch, Gemüse und Eiern findest du in unserem Pfannen-Guide mit Profi-Tipps.
Kupferpfanne einbrennen: Gleiches Vorgehen
Die NYORD Kupfer Bratpfanne hat innen dieselbe Beschichtung wie die Edelstahlpfanne. Du brennst sie also genauso ein: spülen, abtrocknen, dünn einölen, sanft erhitzen, abkühlen, auswischen. Der Unterschied liegt außen und bei der Pflege. Die äußere Schicht aus echtem Kupfer reagiert schnell auf Temperaturänderungen, und die Pfanne wird von Hand gespült, nicht in der Spülmaschine.
Kupfer Bratpfanne
★★★★★ 4,9 · über 230 Bewertungen
Innen dieselbe patentierte RUNE-HYBRID-PROTECTION™ wie bei Edelstahl, außen echtes Kupfer, das schnell auf Hitze reagiert. Für alle Herdarten inklusive Induktion, mit Glasdeckel.
Jetzt ansehenReinigung: Damit der Einbrenn-Effekt bleibt
Die beste Vorbereitung bringt wenig, wenn die Pfanne beim Spülen leidet. Die Regel ist einfach: Pfanne abkühlen lassen, mit warmem Wasser, mildem Spülmittel und einem weichen Schwamm reinigen, gut abtrocknen. Bei hartnäckigen Resten weichst du sie eine Weile mit warmem Wasser und etwas Spülmittel ein.
Verzichte auf Scheuermittel und kratzende Schwämme, sie rauen die Oberfläche auf. Die Edelstahlpfannen von NYORD dürfen auch in die Spülmaschine, die Kupferpfannen spülst du von Hand. Wenn doch einmal etwas angebrannt ist, hilft dir unsere Anleitung angebrannte Pfanne reinigen Schritt für Schritt weiter.
Fazit: Keramikpfanne einbrennen lohnt sich
Eine Keramikpfanne braucht keine Patina wie Gusseisen, aber ein kurzes Einbrennen vor dem ersten Gebrauch ist ein guter Start. Spülen, trocknen, dünn einölen, bei niedriger bis mittlerer Stufe erhitzen, bis das Öl schliert, abkühlen lassen und auswischen: Mehr ist es nicht.
Entscheidend ist danach der Alltag. Mittlere Hitze, etwas raffiniertes Öl, kurz vorwärmen und in Ruhe anbraten, dann bleibt die Antihaftwirkung lange sehr gut. Wenn du gerade eine neue Pfanne suchst, findest du alle Modelle in unserer Pfannen-Kollektion.
Gut vorbereitet, entspannt braten
Mit dem Edelstahlpfannen 2er Set (24 und 30 cm) hast du für kleine und große Portionen die passende Größe. Kostenloser Versand aus Deutschland, Lieferung in 1 bis 2 Werktagen, 30 Tage Geld-zurück-Garantie.
Pfannen-Set entdeckenHäufige Fragen
Muss man eine Keramikpfanne wirklich einbrennen?
Pflicht wie bei Gusseisen ist es nicht, denn die Antihaftschicht ist schon vorhanden. Ein kurzes Einbrennen mit einem dünnen Ölfilm bei sanfter Hitze ist aber ein sinnvoller Start und hilft, dass sich die ersten Speisen gut lösen.
Wie heiß darf die Pfanne beim Einbrennen werden?
Niedrige bis mittlere Stufe reicht. Du erhitzt nur so lange, bis das Öl leicht schliert. Raucht es, war es zu heiß. Auf Induktion ist etwa Stufe 3 bis 4 von 9 ein guter Richtwert.
Welches Öl eignet sich zum Einbrennen?
Raffinierte, hitzestabile Öle wie Rapsöl, Sonnenblumenöl oder neutrales Bratöl. Natives Olivenöl und Butter sind dafür nicht geeignet, Sprühöl ebenfalls nicht, weil es einen Film hinterlässt.
Wie oft sollte ich die Pfanne neu einbrennen?
Nicht regelmäßig. Wiederhole es, wenn die Pfanne lange nicht benutzt wurde oder Speisen sich schwerer lösen. Meist hilft vorher schon eine gründliche Reinigung mit warmem Wasser und mildem Spülmittel.
Darf eine eingebrannte Pfanne in die Spülmaschine?
Das hängt vom Material ab. Die NYORD Edelstahlpfannen sind spülmaschinenfest. Die Kupferpfannen und Gusseisenpfannen gehören nicht in die Spülmaschine und werden von Hand gespült.
Kann ich in der Wabenpfanne einen Metallwender benutzen?
Ja. Die Wabenstruktur aus Edelstahl schützt die Keramikbeschichtung, deshalb sind die NYORD-Pfannen metallutensiliensicher. Das Einbrennen ändert daran nichts.

























